Heizen – natürlich und energieeffizient

Energieeffiziente Gebäudeheizungen schonen die Umwelt und bergen ein grosses volkswirtschaftliches Sparpotenzial. Möglich machen dies Wärmekraftkopplungen und Fernwärmesysteme.

Rund 50% des schweizerischen Primärenergieverbrauchs werden heute für Gebäude aufgewendet. Der grösste Anteil (30%) geht auf die Kosten von Heizung, Klimatisierung und Warmwasser. Energieeffiziente Gebäudeheizungen bergen daher ein grosses Sparpotenzial. Zudem verringern sie den Verbrauch fossiler Energien, reduzieren den Abfall und schonen Umwelt und Klima.

Fernwärmeheizungen – Abwärme energieeffizient nutzen

Fernwärmeheizungen nutzen Wärmeüberschüsse aus grossen Energie- und Kehrichtverbrennungsanlagen für den Wärmebedarf in Siedlungen und Dienstleistungszentren. Der Wärmeüberschuss, welcher in Heizkraftwerken, Abfall- oder Holzschnitzelanlagen erzeugt wird, wird in Form von heissem Wasser über ein Rohrleitungsnetz zum Heizen und zur Warmwasser-Aufbereitung zugeleitet.

Fernwärmeheizungen können mit verschiedenen Energien betrieben werden, weshalb die Versorgungssicherheit hoch ist. Zudem brauchen Fernwärmeheizungen wenig Platz und der Kunde muss sich nicht um Einkauf und Lagerung von Brennstoffen oder um die Wartung kümmern.

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Wärmekraftkopplung – eine Technologie mit Zukunft

Eine Wärmekraftkopplung ist eine Heizung, die gleichzeitig Strom produziert bzw. ein Stromkraftwerk, das gleichzeitig Wärme liefert. Die Wärme, welche bei der Stromerzeugung anfällt, kann zur Bereitstellung von Heizwasser, Dampf oder Trocknungswärme verwendet werden. Damit wird eine 90- bis 95-prozentige Nutzung des Brennstoffs erreicht.

Wärmekraftkopplungsanlagen sind meist aus einem Verbrennungsmotor und einem Generator bestehende Blockheizkraftwerke (BHKW). Abwärme lässt sich bei BHKW aus der Motorenkühlung und aus dem Abgas nutzen.

Demgegenüber produzieren Kombi- oder GuD-(Gas und Dampf)-Anlagen zweimal Strom: zunächst mit einer Gasturbine und anschliessend mit dem Dampf aus dem Abhitzekessel der Gasturbine. Schliesslich ermöglichen auch Brennstoffzellen eine Wärmekraftkopplung, indem sie in einem elektrochemischen Prozess aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom und Wärme erzeugen.

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Noch mehr Energieeffizienz: Wärmekraftkopplungsanlagen in Kombination mit Wärmepumpen

Der breite Einsatz von Wärmekraftkopplungsanlagen hat in Kombination mit Elektro-Wärmepumpen ein beträchtliches Potenzial: So liesse sich der Primärenergiebedarf und der CO2-Ausstoss für Raumwärme und Warmwasseraufbereitung um 50% reduzieren, was rund 25% des gesamten CO2-Ausstosses der Schweiz entspricht. Ausserdem könnte ca. 30% des Schweizer Stroms mit Wärmekraftkopplungsanlagen erzeugt werden. Bis 2010 könnten Wärmekraftkopplungsanlagen bereits 5,5 Mrd. kWh Strom und zehn Mrd. kWh Wärme erzeugen.

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Fördermassnahmen der Politik

Der Gebäudebereich fällt in den Kompetenzbereich der Kantone. Der Bund fördert indirekt die vermehrte Wärmekraftkopplung in Abwasserreinigungsanlagen (ARA) sowie die zusätzliche Stromproduktion in Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA).

Für die Förderung und Verbreitung von Elektro-Wärmepumpen in Verbindung mit Wärmekraftkopplungsanlagen setzen sich die Branchenvereinigungen Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz (FWS) und Arbeitsgemeinschaft Wärmepumpen (AWP) ein.

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