Studie bestätigt: Erneuerbare Energien wirtschaftlicher als Grosskraftwerke

7. Juni 2010

Eine neue, von Umweltschutzverbänden und Kantonen in Auftrag gegebene Studie vergleicht die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in Grosskraftwerke mit den Investitionen in erneuerbare Energien und Stromeffizienz. Das Ergebnis ist klar: Investitionen in erneuerbare Energien sind deutlich wirtschaftlicher, haben positivere Effekte auf den Arbeitsmarkt und stärkere dynamische Wirkungen auf die Märkte. Die Studie bestätigt die Erfahrungen, welche die A EE Agentur für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bereits von der Praxis her kennt.

Die von Infras und TNC Consulting verfasste Studie geht vom Szenario eines Energiezuwachses von 30 TWh bis im Jahr 2035 aus. Verglichen werden die dafür benötigten Investitionen in Grosskraftwerke und in erneuerbare Energien sowie deren Effekte auf die Wirtschaft. Die Investitionen in erneuerbare Energien sind zwar höher, doch die Wertschöpfungseffekte der in der Schweiz produzierten erneuerbaren Energien sind fast doppelt so hoch wie bei Grosskraftwerken. Die Beschäftigungswirkung ist um gut 40 Prozent höher. 

Weil die Ressourcen für Öl-, Gas- und Nuklearenergie erschöpflich sind, werden in Zukunft die Energiepreise insbesondere für konventionelle Energien steigen. Damit werden erneuerbare Energien zusätzlich konkurrenzfähiger. Ihre Preisentwicklung, insbesondere jene bei der Solar- und Windenergie, zeigt kontinuierlich nach unten. Und herrschte bei den Energiepreisen bereits heute Kostenwahrheit, wären die erneuerbaren Energien noch besser positioniert. Gerade bei Technologien wie Kernkraft und Tiefseebohrungen werden, wie das jüngste Beispiel im Golf von Mexiko zeigt, die Risiken sozialisiert, die Gewinne aber privatisiert. 

Noch stehen wir am Anfang

Ein Blick über die Grenze zeigt, was eine nachhaltige Energiepolitik wirtschaftlich und ökologisch bewirken kann: Erneuerbare Energien aus Wind, Biomasse, Umweltwärme und Sonne decken fast 10 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs. Damit spart Deutschland jährlich die beeindruckende Menge von 112 Mio. Tonnen CO2 ein. Gleichzeitig erzielen die deutsche Industrie und das Gewerbe allein mit der Errichtung und dem Betrieb von EE-Anlagen 28.7 Mrd. Euro Umsatz und schaffen fast 280'000 Arbeitsplätze. Deutschland produziert heute bereits jährlich mehr erneuerbare Energie als die Schweiz sich gesamthaft bis 2030 mit den 5400 GWh zum Ziel gesetzt hat! Auch die USA und andere Staaten investieren enorme Summen in eine erneuerbare Energieversorgung – und damit in ihre zukunftsfähigsten Industrien. Diese Dynamik wird sich weiter verstärken. Die Schweiz tut gut daran, den Anschluss nicht zu verpassen, ihre Möglichkeiten zu nutzen und Eigeninteressen engagiert zu vertreten.

Weitere Informationen: Stefan Batzli, Kommunikation A EE: 079 420 46 66

 

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Medienmitteilung A EE 07.06.2010 (PDF)

Medienmitteilung A EE 03.02.2010  (PDF)

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Medienmitteilung Ökostromumfrage 14.09.2009 (PDF)

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