Ausweitung des EU-Verhandlungsmandates auf Energie

Schon heute ist die Schweiz ein fester Bestandteil des europäischen Energiesystems: Sie liefert Strom an die EU und bezieht Strom aus europäischen Staaten. Sie handelt mit Energieträgern wie Holz und Gas, kauft Technologie zur Energieerzeugung und -bereitstellung in Europa ein, beliefert mit ihren Unternehmen Abnehmer im EU-Raum mit hochwertiger Energietechnologie und pflegt einen regen Wissenstransfer mit den europäischen Nachbarn. Kurz: Die Schweiz profitiert von einem System verlässlicher Staaten und Wirtschaftspartner bei der Wahrung ihrer heutigen und künftigen energie- und wirtschaftspolitischen Interessen und trägt gleichzeitig massgeblich zu diesem System bei.

Die A EE Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz und ihre Mitglieder sind daher für eine Anpassung des Mandats für Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU im Bereich Elektrizität für weitere Energiethemen. Die Rahmenbedingungen mit der EU sollen künftig so gestaltet sein, dass die grossen Potentiale im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz auch den Schweizer Unternehmungen gleichberechtigt offenstehen. Wir sind überzeugt, dass gezielte Investitionen in Anlagen und Netzinfrastruktur im In- und Ausland eine vollständige erneuerbare Energieversorgung möglich machen. Was wir dazu brauchen, sind eine ausgebaute und modernisierte Netzinfrastruktur sowie ein offener und gleichberechtigter Anschluss der Schweiz an den europäischen Energieverbund.

Mit der Erweiterung des EU-Verhandlungsmandates tut die Schweiz einen wichtigen Schritt in diese Richtung. 

 

Bern, August 2010

 

 

Positionspapier der A EE

zur Ausweitung des EU-Verhandlungsmandats auf Energie deutsch (PDF)