Mit Bauen und Erneuern zu mehr Energieeffizienz

Der Gebäudebereich in der Schweiz ist ressourcenintensiv, und der Betrieb verschlingt viel Energie.

Rund 45 Prozent der Endenergie werden heute fürs Heizen, Kühlen, die Warmwasseraufbereitung und fürs Bauen von Gebäuden aufgewendet, oft gespeist aus fossilen Energien. Das belastet Umwelt und Klima und das Budget von Besitzern und Nutzern.

Dabei könnte langfristig der Energiebedarf der Wohn- und Geschäftsgebäude bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Voraussetzung ist, dass konsequent energieeffizient gebaut und erneuert wird. Insbesondere mit fachgerechten Sanierungen könnte ein riesiges ökologisches und wirtschaftliches Potenzial erschlossen werden.

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Technologien und Standards bei Neubauten und Erneuerungen

Wird bei jedem Neubau die Gebäudehülle mit einer energieeffizienten Dämmung versehen und eine intelligente Haustechnik geplant, so kann der Energieverbrauch massiv reduziert werden. Erhöht wird die Energieeffizienz schon in der Planungs- und Bauphase mit einem energiesparenden Beleuchtungssystem.

Mit Sonnenkollektoren und Solarzellen zur Warmwasser- und Stromerzeugung auf dem Dach werden energieeffiziente Neubauten sogar zu «PlusEnergieBauten», d. h. sie erzeugen mehr Energie, als sie verbrauchen.

Mit dem Ersatz einer alten Heizung durch eine energieeffiziente, z. B. mit Wärmepumpe, durch den Einbau neuer Fenster und das effiziente Dämmen von Dach und Fassaden können der Energieverbrauch bei bestehenden Gebäuden massiv gesenkt werden.

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Folgende Energieeffizienz-Standards sind im Gebäudebereich zurzeit anerkannt:

  • sowie die MINERGIE- und MINERGIE-P-Standards, die sich neben einem tiefen Energieverbrauch durch hohen Wohnkomfort auszeichnen und klar definierte Anforderungen auszeichnen.

Sie können nicht nur bei Neubauten angewendet, sondern auch bei Sanierungen angewendet werden.

Bauen und Erneuern heute: Potenzial von energieeffizienten Gebäuden

Die gesetzlichen Mindestvorschriften bei Neubauten kommen dem MINERGIE-Standard schon nahe. Allerdings liegt auch hier noch ein grosses Potenzial für die Umwelt und die einheimische Wirtschaft.

Bei der Renovation bestehender Gebäude sind oberflächliche «Pinsel-Sanierungen» leider noch weit verbreitet.

Dabei können mit einer konsequent energieeffizienten Bauweise und Erneuerungen nicht Energiekosten gespart, sondern die Arbeits- und Wohnqualität und der Liegenschaftswert gesteigert werden. Die Mehrinvestitionen bei MINERGIE oder MINERGIE-P-Standards sind demgegenüber gering (6 bzw. 10-20 %).

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Fördermassnahmen in Politik und Wirtschaft

Bei der Förderung im Gebäudebereich sind die Kantone zuständig.

Mit den erneuerten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2008) und dem gesamtschweizerischen Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) sind auf Kantonsebene wichtige Instrumente zu mehr Energieeffizienz i Gebäudebereich geschaffen worden. Mit dem Harmonisierten Förderprogramm der Kantone (HFM) setzen ab 2010 alle Kantone Förderprogramme zu mehr Energieeffizienz um.

Der MINERGIE-Standard ist heute eine geschützte Marke im Bereich energetisch Bauen und Sanieren und wird von der Wirtschaft, den Kantonen und dem Bund gemeinsam getragen.

Die MuKEN müssen rasch und konsequent umgesetzt werden; weitere politische Vorgaben und steuerliche Anreize besonders auch für energieeffizienten Erneuerungen müssen folgen.

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