Mit Umweltwärme heizen

Umweltwärme ist natürlich, erneuerbar und überall verfügbar. Wegen des tiefen Temperaturniveaus sind zur effizienten Nutzung von Umweltwärme Wärmepumpen nötig.

Die Luft, das Erdreich, das Grundwasser wie auch See- und Flusswasser speichern die täglich anfallende Sonnenenergie als Umweltwärme. Zudem wird das Erdreich durch Wärmefluss im Erdinneren ständig mit Energie bestrahlt. Diese Umweltwärme lässt sich kostengünstig als Heizenergie nutzen.

Technologie Umweltwärme

Umweltwärme weist ein relativ tiefes Temperaturniveau auf. Zur effizienten Nutzung sind daher Wärmepumpen nötig, welche die Temperatur der Umweltwärme erhöhen. Damit kann Umweltwärme als ideale Heizenergie eingesetzt werden.

Das Verhältnis zwischen Nutz- und Heizenergie ist verblüffend: 100 Prozent Energie zum Heizen von Räumen oder Warmwasser werden mit lediglich 30 Prozent Antriebsenergie erzeugt.

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Umweltwärme heute

Die Wärmepumpe hat im Neubaubereich von Einfamilienhäusern bereits heute einen Marktanteil von rund 60 Prozent erreicht. Die Wärmepumpe ist vor allem im unteren Leistungsbereich stark vertreten, während sie aus technischen und wirtschaftlichen Gründen mit zunehmender Leistung noch selten eingesetzt wird.

Diese Hürde soll durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten überwunden werden. Im Fokus stehen die vernetzte Nutzung von Wärmequellen höherer Temperatur, die gekoppelte Erzeugung von Kälte und Wärme und die Doppelnutzung von Wärmepumpen fürs Heizen und Kühlen.

Das Potenzial von Umweltwärme

Die Raumheizung und die Warmwasserbereitung beanspruchen heute rund die Hälfte des schweizerischen Energieverbrauchs. Mit der Nutzung von Umweltwärme für die Raumheizung und dem breiten Einsatz von Wärmepumpen könnten die CO2-Emissionen erheblich reduziert werden. Durch eine optimale Kombination eines Blockheizkraftwerkes mit einer Elektrowärmepumpe lassen sich gegenüber üblichen Öl- oder Gasheizkesseln bereits heute Einsparungen bis 50 Prozent realisieren.

Bis im Jahr 2010 sollen in der Schweiz rund 120'000 Wärmepumpen in Betrieb sein und 400 Mio. Litern Heizöl pro Jahr ersetzen. Die Umwelt wird dadurch jährlich mit einer Mio. Tonnen weniger CO2 belastet.

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Potenziale bestehen zum einen bei Neubauten und Heizungssanierungen. Zum anderen zeichnet sich ein Trend hin zu grösseren Anlagen zur Nutzung von Umweltwärme mittels Wärmepumpen ab. Die Wärmeerzeugung wird dabei mit der Klimatisierung grosser Gebäude kombiniert. Hierzu werden  mehrere Erdwärmesonden abgeteuft, da das Erdreich sowohl Wärme als auch Kälte speichert.

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Politik und Wirtschaft

In einigen Kantonen bestehen Förderprogramme und Steuervergünstigungen für Wärmepumpen. Auskünfte dazu erteilen die kantonalen Energiefachstellen, die kantonalen Energieberatungsstellen oder die Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz.

Das Bundesamt für Energie (BFE) fördert die Entwicklung der Nutzung von Umweltwärme mit dem Forschungsprogramm Wärmepumpen, WKK, Kälte.

Für die konsequente Nutzung von Umweltwärme mit Wärmepumpen und die Weiterentwicklung der entsprechenden Technologien setzt sich die A EE ein. Denn die Verwendung von Umweltwärme leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz, zur Reduktion des CO2-Ausstosses und verschafft dem Gewerbe in der Schweiz Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Erfolg.

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Information und Beratung

bieten:

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>> AWP

Umweltwärme aus Infrastrukuranlagen

Information zur Nutzung von Umgebungswärme aus Kläranlagen, Kehrichtverbrennungsanlagen  bietet EnergieSchweiz.